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Warum steigen die Prämien?

Mit den Prämien der Versicherten decken die Krankenversicherer die Kosten für Spitäler (37%), Ärzte (22%), Medikamente (19%) und Pflegeleistungen (17%). 5% betragen die Verwaltungskosten der Krankenversicherer.

Das Dienstleistungsangebot im Gesundheitswesen wurde in den letzten Jahren stetig ausgebaut, Weil den Prämienzahlern immer mehr und komplexere Dienstleistungen zur Verfügung stehen und mehr Leistungen genutzt werden, steigen sämtliche Kostenbereiche der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Jahr für Jahr stärker als die Prämien.

2008 und 2009 deckten die Prämien die steigenden Kosten zu Lasten der Grundversicherung nicht mehr. In beiden Jahren musste die Finanzierung aus Reserven bezahlt werden. Diese sinken laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis Ende 2009 unter das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Deshalb können die meisten Krankenversicherer die Prämien 2010 nicht mehr mit Reserven verbilligen. Der ungedeckte Kostenanstieg der Jahre 2008 und 2009 sowie der vollständige Kostenanstieg 2010 machen entsprechend einen starken Prämienanstieg zur Kostendeckung 2010 unvermeidlich.

Die Prämien müssen den effektiven Kosten angepasst werden. Sowohl die harten Tarifverhandlungen der Krankenversicherer mit den Tarifpartnern (Ärzte, Apotheker, Spitäler, Spitex usw.) wie auch die Sparmassnahmen des Bundesrats dämpfen den Prämienanstieg nur wenig. Die Sparmassnahmen, welche das Parlament im Herbst beschliessen will, kommen für die Prämienberechnungen 2010 definitiv zu spät, denn die Krankenversicherer mussten die Prämien 2010 bis Ende Juli dem BAG zur Genehmigung einreichen.

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