38. Schwangerschaftswoche (SSW)
Die 38. Schwangerschaftswoche: Sie befinden sich auf der Zielgeraden. Ihr Baby ist jetzt etwa 48 Zentimeter gross und wiegt rund 3 bis 3,1 Kilogramm, ungefähr so viel wie ein kleiner Muskatkürbis. Es ist weit entwickelt und bereit für die Geburt und könnte jederzeit zur Welt kommen.
Ihr Körper bereitet sich vor, und das spüren Sie: im Rücken, im Becken, im Schlaf und vielleicht auch in Ihren Gedanken, die sich zunehmend um das drehen, was vor Ihnen liegt.
Schlaf und Albträume in der Schwangerschaft
Schlafen fällt Ihnen zunehmend schwerer und manche Nächte bringen nicht nur Unruhe, sondern auch Albträume. Das ist häufiger als man denkt und hat einen guten Grund: Ihr Unterbewusstsein verarbeitet, was tagsüber kaum Platz findet. Die Gedanken an die Geburt, die erste Zeit mit dem Baby, die Frage, ob alles gutgehen wird. Das alles ist real, und es ist normal, dass es sich auch nachts bemerkbar macht.
Was helfen kann: Träume und Sorgen aufschreiben, bevor Sie schlafen. Das Notieren hilft beim Loslassen. Mit dem Partner oder einer vertrauten Person darüber sprechen. Abends leicht essen, ab 18 Uhr wenig trinken, damit die Blase nicht jede Stunde drückt. Und ein warmes Bad oder eine sanfte Massage kann Wunder wirken.
Albträume & Schwangerschaft
Albträume können beängstigend sein. Aber bedenken Sie, dass diese Träume Ihr Unterbewusstsein widerspiegeln und bei der Bewältigung Ihrer Sorgen und Ängste mithelfen.
Schon bald haben Sie es geschafft! Sie befinden sich auf der Zielgeraden, unmittelbar vor der Ziellinie! Diese restlichen zwei Wochen schaffen Sie locker!
Ihr Baby in der 38. Schwangerschaftswoche
| Grösse: ca. 48 cm (Scheitel bis Ferse). Vergleichbar mit einer kleinen Wassermelone |
| Gewicht: ca. 3–3,1 kg |
| Kopfdurchmesser: ca. 89–102 mm |
| Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute |
| Entwicklung: Ihr Baby ist ausgereift und bereit für die Geburt. Die Lungen sind ausgebildet, die Organe funktionsfähig. Die schützende Käseschmiere auf der Haut beginnt sich aufzulösen, und auch der feine Lanugo-Flaum verschwindet nach und nach. Die Fettreserven sind nun ausreichend aufgebaut, sodass Ihr Baby seine Körpertemperatur nach der Geburt gut selbst regulieren kann. Das Gehirn entwickelt sich weiterhin schnell, und die Sinneswahrnehmung ist bereits gut ausgeprägt. Das Baby hat sich in den meisten Fällen bereits mit dem Kopf nach unten in das Becken gesenkt, die sogenannte Schädellage, und wartet auf seinen grossen Auftritt. |
Die vier Phasen der Geburt
Die Geburt verläuft in vier Phasen. Zu wissen, was Sie erwartet, gibt Sicherheit. Auch wenn jede Geburt anders ist.
Phase 1: Die Eröffnungswehen
Die Eröffnungsphase dient zur Weitung des Muttermundes. Die Wehen setzen in regelmässigen Abständen ein und werden mit der Zeit kürzer und intensiver. Nach Rücksprache mit Ihrer Hebamme begeben Sie sich auf den Weg ins Spital. Am Ende dieser Phase kommen die Wehen etwa alle zwei Minuten. Ob Erstgebärende oder nicht, die Dauer dieser Phase variiert stark.
Phase 2: Die Übergangswehen
Die Übergangsphase ist meist kürzer, aber intensiver. Der Muttermund dehnt sich auf acht bis zehn Zentimeter und ist am Ende vollständig geöffnet. Die Wehen werden schmerzhafter, aber Sie sind fast durch.
Phase 3: Die Austreibungs- und Presswehen
Das Köpfchen Ihres Kindes befindet sich im Becken. Der Pressdrang ist stark. Die Presswehen kommen Schlag auf Schlag und dauern bis zu anderthalb Minuten. Nutzen Sie die kurzen Pausen dazwischen zum Entspannen. Wählen Sie die Position, die sich für Sie am stimmigsten anfühlt: stehend, kniend oder auf dem Gebärhocker. Nutzen Sie die Schwerkraft. Sobald das Köpfchen sichtbar ist, gibt die Hebamme genaue Anweisungen.
Phase 4: Die Nachgeburtswehen
Die Nabelschnur ist durchtrennt. Sie halten Ihr Kind zum ersten Mal in den Armen. Während Sie diesen Moment erleben, verläuft die Nachgeburtsphase fast nebenher: Nachwehen ziehen die Gebärmutter zusammen, die Plazenta löst sich. Das Anlegen des Kindes an die Brust beschleunigt diesen Vorgang. Die Hebamme kontrolliert anschliessend die Vollständigkeit der Nachgeburt.

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft liegt normalerweise zwischen 10 und 20 Kilogramm. Aber nur ein kleiner Teil davon ist das Gewicht Ihres Kindes. So verteilen sich die zusätzlichen Kilos zum Zeitpunkt der Geburt:
Ihr Kind – rund 3500 Gramm
Die Plazenta – 500-600 Gramm
Fruchtwassermenge – 800-1000 Gramm
Die Gebärmutter – rund 1000 Gramm
Ihre Brüste – 400-500 Gramm
Zusätzliches Blutvolumen – 1500 Gramm
Im Gewebe eingelagertes Wasser – rund 3000 Gramm
Zusätzliches Fettdepot – 1800 Gramm

Himbeerblättertee: Einnahmepause
Diese Woche ist eine Trinkpause angezeigt. Die Geburt steht bevor, ab nächster Woche erhöhen Sie die Trinkmenge schrittweise auf drei Tassen täglich.

Gesunde Snacks gegen Heisshunger
Für die Wartezeit noch ein praktischer Tipp: Mit gesunden, vollwertigen Snacks kommen Sie durch die Heisshungerattacken, ohne leere Kalorien zu sich zu nehmen.
FAQ – 38. Schwangerschaftswoche
Wie gross ist das Baby in der 38. Schwangerschaftswoche?
In der 38. SSW ist das Baby etwa 48 Zentimeter gross und wiegt rund 3 bis 3,1 Kilogramm. Ungefähr so schwer wie ein kleiner Muskatkürbis.
Welche Anzeichen deuten auf den baldigen Geburtsbeginn hin?
Typische Anzeichen sind regelmässige Wehen, die stärker und häufiger werden, ein Blasensprung, schleimig-blutiger Ausfluss (Zeichnen) sowie ein starker Druck im Becken. Bei Unsicherheit immer die Hebamme oder das Spital kontaktieren.
Was sind die vier Phasen der Geburt?
Die Geburt verläuft in vier Phasen: Eröffnungsphase (Muttermund öffnet sich), Übergangsphase (vollständige Öffnung), Austreibungsphase (Pressen und Geburt des Kindes) und Nachgeburtsphase (Ausstossung der Plazenta).
Wie lange dauert eine Geburt?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei Erstgebärenden dauert die gesamte Geburt oft zwischen 8 und 18 Stunden, bei Frauen mit einer vorherigen Geburt meist deutlich kürzer.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind
Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.
