37. Schwangerschaftswoche (SSW)
Ab dieser Woche gilt Ihr Baby als termingerecht. Es hätte alle Voraussetzungen, um ausserhalb der Gebärmutter zu überleben. Trotzdem nutzt es die verbleibende Zeit, um täglich 20–50 g zuzunehmen und die letzten Fettreserven aufzubauen. Jeder weitere Tag im Bauch ist ein Gewinn.
Gleichzeitig bereiten Sie sich auf das grosse Ereignis vor: Die wöchentlichen Kontrolltermine beginnen, und es lohnt sich, jetzt auch schon an das Wochenbett zu denken.
Babyparty (Baby Shower)
Schon bald rückt die Geburt näher. Jetzt noch einmal gemeinsam feiern! Lassen Sie das zukünftige Gotti oder eine enge Freundin die Feier organisieren. Sie sind Ehrengast und arbeiten weder bei der Vorbereitung noch während der Party mit.
Was macht eine schöne Baby Shower aus: Leckerer Kuchen, alkohol- und koffeinfreie Getränke, aromatisiertes Wasser mit Früchten, Gemüse und Kräutern als Hingucker und gesunde Alternative zu Süssgetränken. Inspiration finden Sie hier.
Spielideen für die Baby Shower
Traditionell darf dabei das Wetttrinken aus Babyflaschen nicht fehlen. Füllen Sie dazu Milch oder Wasser in vorbereitete Babyflaschen. Gewonnen hat, wer die Flasche zuerst leergetrunken hat.
Beliebt ist auch das Babybrei-Raten. Dazu fertigen Babybrei im Gläschen (Etiketten entfernen!) in der Mikrowelle kurz erhitzen. Wer die Zutaten des Breis herausfindet gewinnt.
Kaufen Sie, respektive lassen Sie eine Packung Newborn-Windeln und farbige Permanentmarker kaufen. Um Ihre Wickelkünste nach der Geburt anzuregen, notieren die Partygäste nützliche Hinweise und Sprüche auf die Vorderseite der einzelnen Windeln. Ganz Talentierte verzieren die Windeln mit kreativen Zeichnungen.
Und nicht vergessen!
Die werdende Mama arbeitet weder bei der Vorbereitung noch während der Babyparty mit! Idealerweise findet die Baby Shower in der Wohnung der Organisatorin statt. So müssen Sie sich um nichts kümmern!
Legen Sie an der Party ein Gästebuch auf. So haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Ihnen gute Wünsche, Tipps und Tricks sowie mehr oder weniger ernstgemeinte Ratschläge zu hinterlassen.
Beauftragen Sie die Partyorganisatorin, uni weisse Bodys in verschiedenen Grössen sowie Stoffmalstifte zu kaufen. Ihre Gäste werden Ihnen unvergessliche Unikate daraus herstellen. Damit die Farbe nicht auf die Hinterseite durchdrückt, immer ein Stück dickes Papier oder eine Plastikfolie zwischen die Stofflagen legen.

Aromatisiertes Wasser mit Früchten oder Gemüse
Zum Schluss noch ein Geheimtipp für die Babyparty: Anstatt Sekt oder Wein sollten Sie auf Süssgetränke verzichten. Sie belasten Ihren Körper und können Ihre Zähne schädigen.
Stilles Wasser hingegen, das mit Früchten, Gemüse und/oder Kräutern aromatisiert wurde, sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch hervorragend. Hier finden Sie Inspirationen dazu.
Ihr Baby in der 37. Schwangerschaftswoche
| Grösse: ca. 48 cm (Scheitel-Ferse-Länge, SFL). Vergleichbar mit einem Mangold |
| Gewicht: ca. 2,8–3,0 kg |
| Kopfdurchmesser: ca. 88–101 mm |
| Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute |
| Entwicklung: Ihr Baby verliert nach und nach die schützende Käseschmiere und den feinen Lanugo-Flaum. Beides nimmt es über das Fruchtwasser auf, was den Darm weiter anregt. Die Fruchtwassermenge verändert sich im weiteren Verlauf und der Platz wird sehr eng. Die Kindsbewegungen werden ruhiger: Das Baby schläft mehr und spart Energie für die Geburt. Es sollte jedoch weiterhin regelmässig spürbar sein. Bei deutlich nachlassenden Bewegungen bitte umgehend die Hebamme oder das Spital kontaktieren. |
Vorsorgeuntersuchungen ab der 37. SSW
Ab dieser Woche findet die Vorsorge wöchentlich statt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüft den Muttermund auf erste Öffnung und beobachtet die Wehentätigkeit. Auch wenn sich der Muttermund bereits leicht öffnet, muss die Geburt nicht unmittelbar bevorstehen. Das Fachpersonal beurteilt das genau und passt die Intervalle bei Bedarf an.
Was Sie in der 37. SSW spüren können
Der Körper ist im Endspurt. Viele Beschwerden kennen Sie bereits, aber einige verändern sich jetzt nochmals.
Unterleibsziehen und Druck: Das Baby sitzt tief im Becken. Der Druck auf Blase, Damm und Unterleib nimmt zu. Ziehen im Unterleib ähnlich leichten Regelschmerzen ist in dieser Phase normal.
Bauchsenkung: Viele Frauen bemerken, dass der Bauch sich absenkt und sie plötzlich leichter atmen können. Das Sodbrennen lässt nach, der Harndrang nimmt dafür zu.
Ruhigere Kindsbewegungen: Das Baby hat kaum noch Platz. Es ist normal, dass die Bewegungen abnehmen. Es sollte jedoch weiterhin regelmässig spürbar sein. Keine Bewegung über mehrere Stunden: sofort Spital oder Hebamme kontaktieren.
Nervosität und Ungeduld: Völlig normal. Der Körper ist bereit, und die Psyche braucht manchmal etwas länger. Gespräche mit der Hebamme oder dem Partner helfen.

Himbeerblättertee
Falls Sie bereits mit der Einnahme begonnen haben, setzen Sie diese nach Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ärztin fort. Bei geplantem Kaiserschnitt vollständig darauf verzichten.
Der Weg ins Spital
Sicher ist der Entscheid schon längst gefallen, in welchem Spital Sie Ihr Kind zur Welt bringen wollen. Beim Spital-Infotag haben Sie vielleicht schon die Geburtenabteilung inspiziert und eigentlich könnte es langsam losgehen.
Bevor es soweit ist, fahren Sie die Strecke zum Spital ein bis zwei Mal ab. Berechnen Sie dabei mit ein, dass Sie vielleicht zu Stosszeiten in einen Stau geraten könnten. Stoppen Sie die Zeit, damit Sie eine ungefähre Vorstellung haben, wie lange die Fahrt schlimmstenfalls dauert.
Gibt es Ausweichrouten? Wo genau sind die zu finden und wie lange dauern diese? Informieren Sie sich rechtzeitig! Nach Einsetzen der Wehen, bleibt keine Zeit, umständlich nach Alternativen zu suchen. Falls es trotzdem eilt: Hier noch den Link zum Routenplaner.

Haushaltshilfe und Spitex nach der Geburt
Falls Sie nach der Geburt Unterstützung durch die Spitex benötigen, klären Sie vorab bei Ihrer Krankenkasse ab, welche Kosten übernommen werden.
Lassen Sie sich eine schriftliche Kostengutsprache ausstellen, bevor Sie die Spitex beauftragen.
Wochenbett: Was erwartet Sie nach der Geburt?
Das Wochenbett dauert traditionell 40 Tage nach der Geburt und ist eine Zeit der Erholung und Anpassung. Ihr Körper bildet sich zurück: Die Gebärmutter schrumpft in den ersten Wochen wieder auf ihre ursprüngliche Grösse, begleitet von sogenannten Nachwehen und dem Wochenfluss. Dieser dauert in der Regel zwei bis sechs Wochen.
In der Schweiz übernimmt die Grundversicherung nach der Geburt Hebammenbesuche im Wochenbett. In der Regel werden bis zu zehn Hausbesuche übernommen, bei Bedarf, etwa nach einem Kaiserschnitt, bei Komplikationen oder bei Erstgebärenden, auch mehr. Die Hebamme kontrolliert den Wochenfluss, die Rückbildung der Gebärmutter sowie die Heilung von Geburtsverletzungen. Zudem unterstützt sie beim Stillen und gibt wertvolle Tipps im Umgang mit dem Neugeborenen. Planen Sie frühzeitig eine Hebamme für die Zeit nach der Geburt ein, da viele Hebammen bereits früh ausgebucht sind.
Wichtig zu wissen: Nachwehen sind in den ersten Tagen normal und können beim Stillen stärker werden, da das Stillen die Gebärmutterrückbildung anregt. Ruhepausen, ausreichend Flüssigkeit und Unterstützung durch das Umfeld sind in dieser Phase wichtiger als alles andere.
FAQ – 37. Schwangerschaftswoche
Wie gross ist das Baby in der 37. SSW?
Ihr Baby misst ca. 48 cm und wiegt rund 2,8–3,0 kg. Es gilt ab dieser Woche als geburtsreif und legt täglich noch 20–50 g zu.
Was bedeutet geburtsreif?
Ab der 37. SSW ist Ihr Baby vollständig entwickelt und könnte ausserhalb der Gebärmutter selbstständig überleben. Geburten zwischen der 38. und 42. SSW gelten als termingerecht.
Was passiert im Wochenbett?
Der Körper bildet sich zurück: Die Gebärmutter schrumpft, der Wochenfluss dauert zwei bis sechs Wochen. Die Hebamme begleitet Sie zu Hause in den ersten Wochen. Planen Sie jetzt, wer Sie nach der Geburt unterstützt.
Woran erkenne ich, dass es bald losgeht?
Abgang des Schleimpfropfs, Bauchsenkung, regelmässiger werdende Kontraktionen und ein Blasensprung sind typische Zeichen. Bei Blasensprung sofort ins Spital, auch ohne Wehen.
Warum bewegt sich mein Baby weniger?
Der Platz ist sehr eng. Ruhigere Bewegungen sind normal. Mindestens einmal täglich sollte das Baby spürbar sein. Bei ausbleibenden Bewegungen über mehrere Stunden sofort Hebamme oder Spital kontaktieren.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind
Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.
