Zellteilung, Einnistung, erste Hormone – in der 3. Schwangerschaftswoche läuft alles auf Hochtouren, obwohl Sie selbst davon noch nichts merken.

Die 3. Schwangerschaftswoche ist die Woche der stillen Veränderung. Sie wissen noch nichts und doch passiert in Ihrem Körper gerade etwas Entscheidendes:

Die befruchtete Eizelle wandert durch den Eileiter, teilt sich unaufhörlich und nistet sich gegen Ende dieser Woche in der Gebärmutterschleimhaut ein. Erst in diesem Moment erkennt Ihr Körper die Schwangerschaft und beginnt, das Schwangerschaftshormon hCG zu produzieren.

Warum zählt die Schwangerschaft ab der letzten Periode?

Erste, zweite oder dritte Woche; das kann verwirrend sein. Die Erklärung: Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung, weil dieser Zeitpunkt bekannt und dokumentiert ist. Der genaue Zeitpunkt der Befruchtung hingegen lässt sich nicht sicher feststellen.

Ab dem Tag der Befruchtung dauert eine Schwangerschaft durchschnittlich 266 Tage, gerechnet ab der letzten Periode sind es 280 Tage oder 40 Wochen. Beides beschreibt dieselbe Schwangerschaft, nur von einem anderen Ausgangspunkt aus.

hCG: das Schwangerschaftshormon

Sobald sich die Blastozyste eingenistet hat, beginnen ihre äusseren Zellen, das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren. Aus diesen Zellen wird später die Plazenta entstehen.

hCG hat eine wichtige Aufgabe: Es erhält den Gelbkörper im Eierstock, der wiederum Progesteron produziert. Ein Hormon, das die Gebärmutterschleimhaut stabilisiert und die Schwangerschaft in den ersten Wochen aufrechterhält.

Der hCG-Wert steigt in den ersten Wochen rasant an und verdoppelt sich bis zur 8. SSW alle 48 bis 72 Stunden. Seinen höchsten Stand erreicht er zwischen der 9. und 12. SSW. Danach fällt er wieder ab. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Dreistufige Visualisierung der befruchteten Eizelle: von der ersten Zellteilung bis zur Blastozyste – so beginnt die Entwicklung Ihres Babys.

Zellteilung und Einnistung

Nach der Befruchtung beginnt die Zellteilung sofort. Aus der ersten Zelle werden zwei, dann vier, dann acht, in immer kürzeren Abständen. Innerhalb von drei bis vier Tagen entsteht die sogenannte Blastozyste, ein hohles Zellgebilde, das durch den Eileiter in die Gebärmutter wandert.

Gegen Ende der 3. SSW nistet sich die Blastozyste in der Gebärmutterschleimhaut ein. Ein Vorgang, der als Implantation bezeichnet wird. Aus einem Teil der Blastozyste entwickelt sich das Kind, aus dem anderen Teil entsteht die Plazenta.

Manche Frauen bemerken die Einnistung durch ein leichtes Ziehen im Unterleib oder ein minimales Schmierbluten, das sogenannte Implantationsblutung. Viele spüren jedoch gar nichts.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest positiv?

Ein handelsüblicher Schwangerschaftstest misst hCG im Urin. Da hCG erst nach der Einnistung produziert wird und sich der Wert in den ersten Tagen noch aufbaut, ist ein Test in der 3. SSW meist noch zu früh.

Die zuverlässigste Aussage liefert ein Test am Tag des Ausbleibens der Periode oder danach. Je länger Sie warten, desto eindeutiger das Ergebnis. Moderne Frühtest-Produkte können hCG bereits einige Tage vor dem erwarteten Ausbleiben nachweisen, sind aber fehleranfälliger. Im Zweifel: Testwiederholung oder Bluttest beim Arzt, der auch kleinste hCG-Mengen zuverlässig nachweist.

Erste Anzeichen: was Sie vielleicht spüren

In der 3. SSW ist es für die meisten Frauen noch zu früh für spürbare Symptome. Manche berichten von einem leichten Ziehen im Unterleib, Spannungsgefühl in den Brüsten oder ungewöhnlicher Müdigkeit. Das sind mögliche Anzeichen einer Einnistung. Diese müssen aber nicht zwingend bedeuten, dass Sie schwanger sind.

Was hingegen ein zuverlässiges erstes Zeichen ist: das Ausbleiben der Menstruation. Erst ab diesem Zeitpunkt macht ein Schwangerschaftstest wirklich Sinn.

FAQ – 3. Schwangerschaftswoche

Was passiert in der 3. Schwangerschaftswoche?

Die befruchtete Eizelle wandert als Blastozyste durch den Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Ab diesem Moment beginnt der Körper, das Schwangerschaftshormon hCG zu produzieren.

Was ist hCG und wozu dient es?

hCG ist das Schwangerschaftshormon, das nach der Einnistung der Blastozyste produziert wird. Es erhält den Gelbkörper und damit die Produktion von Progesteron, das die Schwangerschaft in den ersten Wochen stabilisiert. hCG ist der Stoff, den ein Schwangerschaftstest nachweist.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest positiv?

Ein Test ist in der Regel am Tag des Ausbleibens der Periode zuverlässig. Moderne Frühtests können hCG einige Tage früher nachweisen, sind aber fehleranfälliger. In der 3. SSW selbst ist ein Test meist noch zu früh.

Was ist eine Implantationsblutung?

Als Implantationsblutung bezeichnet man ein leichtes Schmierbluten, das bei manchen Frauen kurz nach der Einnistung der Blastozyste auftreten kann. Sie ist harmlos und wird häufig mit der Periode verwechselt.

Wie lange dauert eine Schwangerschaft?

Ab dem Tag der Befruchtung dauert eine Schwangerschaft durchschnittlich 266 Tage. Da Ärzte ab dem ersten Tag der letzten Periode rechnen, entspricht das 280 Tagen oder 40 Schwangerschaftswochen.

Auf dem Bild ist ein Stethoskop als Sinnbild für die Krankenkassenlösung PRO LIFE zu sehen.

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