Eine Schwangere im luftigen Sommerkleid auf dem Weg zum Pool – bereit für eine wohltuende Auszeit im Wasser.

Der Endspurt hat begonnen. Noch vier Wochen bis zum errechneten Geburtstermin, aber statistisch gesehen kommt nur rund 5% aller Babys pünktlich zum errechneten Datum. Hebammen empfehlen deshalb, von einem Geburtsmonat zu sprechen: Geburten zwischen der 38. und 42. SSW gelten als termingerecht.

Viele Babys liegen bereits in Geburtsposition und warten. Und Sie warten auch.

Ruhe und Entspannung im letzten Trimester

Schwere Beine, geschwollene Füsse, ein schmerzender Rücken und durchwachte Nächte: Der Körper ist müde. Ein Ausflug ins Frei- oder Hallenbad kann spürbare Erleichterung bringen. Das Wasser gibt dem Körper Auftrieb, entlastet Gelenke und Rücken und das Treiben im kühlen Nass sorgt für ein Wohlgefühl, das im Alltag gerade schwer zu finden ist. Nehmen Sie Ihre beste Freundin oder Ihren Partner mit.

Gegen geschwollene Füsse helfen ausgewogene Ernährung, genügend Flüssigkeit und regelmässiges Hochlagern der Beine. Tipps zu Rückenschmerzen finden Sie hier.

Was Ihnen zeigt, dass die Geburt naht

In den letzten Wochen sendet der Körper erste Signale, dass die Geburt bevorstehen könnte. Nicht alle Zeichen treten bei jeder Frau auf, und keines davon bestimmt den genauen Zeitpunkt.

Bauchsenkung: Das Baby rutscht tiefer ins Becken. Sie können plötzlich leichter atmen, und der Druck auf Magen und Lunge lässt nach. Dafür drückt es stärker auf die Blase.

Schleimpfropf: Ein glasig-zäher, manchmal leicht blutiger Ausfluss kann auftreten. Er verschliesst während der Schwangerschaft den Gebärmutterhals und löst sich vor der Geburt. Der Zeitpunkt variiert: Er kann Tage oder sogar Wochen vor der Geburt abgehen.

Veränderte Kindsbewegungen: Das Baby bewegt sich ruhiger, aber die Bewegungen bleiben spürbar. Bei deutlich nachlassenden Bewegungen bitte umgehend ärztlichen Rat einholen.

Senkwehen: Regelmässiges Ziehen im Unterleib, das das Baby tiefer ins Becken drückt. Noch keine Geburtswehen, aber ein gutes Zeichen.

Wenn die Fruchtblase platzt oder die Wehen regelmässig und schmerzhafter werden: Spital kontaktieren.

Ihr Baby in der 36. Schwangerschaftswoche

Grösse: ca. 47–48 cm (Scheitel-Ferse-Länge, SFL). Vergleichbar mit einer Sugar Baby Melone
Gewicht: ca. 2,6–2,7 kg
Kopfdurchmesser: ca. 87–100 mm
Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute
Entwicklung:
Ihr Baby ist fertig entwickelt. Die Lunge ist in der Regel ausreichend ausgereift, um nach der Geburt selbstständig zu atmen. Die Gebärmutter erreicht in diesen Wochen ihren höchsten Stand. Der Platz ist sehr eng und die Fruchtwassermenge verändert sich im weiteren Verlauf. Ihr Baby schluckt regelmässig Fruchtwasser und scheidet es wieder aus. Die Bewegungen werden ruhiger, sollten aber weiterhin spürbar sein. Bei deutlich nachlassenden Kindsbewegungen Ärztin oder Arzt kontaktieren.

B-Streptokokken-Test in der 36. SSW

In der 36. SSW wird ein vaginaler Abstrich auf B-Streptokokken (Gruppe-B-Streptokokken, GBS) empfohlen. Diese Bakterien kommen bei rund 20–30% der Frauen im Vaginalbereich vor und sind für die Mutter harmlos.

Beim Neugeborenen können sie während der Geburt jedoch eine schwere Infektion verursachen. Der Test ist einfach und schmerzlos. Bei positivem Befund erhalten Sie unter der Geburt vorsorglich Antibiotika, was das Risiko einer Übertragung auf das Baby deutlich senkt. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf den Test an, falls er noch nicht geplant ist.

Eine Tasse Himbeerblättertee mit frischen und getrockneten Himbeerblättern – beliebt zur Geburtsvorbereitung, aber in dieser Woche ist eine kurze Einnahmepause empfohlen.

Himbeerblättertee: Diese Woche Pause einlegen

In der 36. SSW wird eine Einnahmepause beim Himbeerblättertee empfohlen. Details zu Dosierung, Wirkung und Vorgehen finden Sie in unserem Fachbeitrag. Starten Sie die Einnahme nie ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Gründe für einen Kaiserschnitt

Ein Kaiserschnitt kann aus zwingenden medizinischen Gründen, auf ärztliche Empfehlung hin, auf persönlichen Wunsch oder als Notkaiserschnitt erfolgen.
 

Zwingende medizinische Gründe:

  • Querlage des Kindes

  • zu enges oder verformtes Becken

  • drohender Gebärmutterriss

  • Placenta praevia

  • Plazentaablösung

  • ungünstige Nabelschnurlage

  • ungenügende Sauerstoffversorgung des Kindes

  • akute Gestose

Medizinische Argumente (keine absolute Pflicht, aber starke Empfehlung):

  • Steisslage

  • Verdacht auf zu grosses Kind

  • Mehrlingsschwangerschaft

  • früherer Kaiserschnitt

  • Geburtssstillstand bei vorheriger Geburt

Persönliche Gründe:

  • Ausgeprägte Geburtsangst oder Wunschkaiserschnitt zur Terminplanung

Notkaiserschnitt:

  • Bei unvorhergesehenen Komplikationen während der Geburt

Unser Tipp für Sie

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Möglichkeiten und Risiken. Gemeinsam treffen Sie die beste Entscheidung für Sie und Ihr Baby.

Ein Arzt versucht durch gezielten Druck auf den Bauch einer Schwangeren eine äussere Wendung – um das Baby in Schädellage zu bringen.

Äussere Wendung bei Beckenendlage

Liegt Ihr Kind noch in Beckenendlage, kann eine äussere Wendung versucht werden. Die Ärztin oder der Arzt prüft mittels Ultraschall die genaue Position und versucht anschliessend durch sanften Druck von aussen, das Baby zur Drehung zu bewegen.

Das Verfahren ist nicht risikofrei: Es kann Wehen auslösen oder in seltenen Fällen eine Plazentaablösung verursachen. Deshalb findet es nur dort statt, wo im Notfall ein Kaiserschnitt sofort möglich ist. Sie werden umfassend aufgeklärt und entscheiden gemeinsam mit dem Fachpersonal.

Ein Glas frischer Naturjoghurt mit Beeren als Topping – ein leckerer, sättigender Snack gegen Heisshunger, ohne unnötige Kalorien.

Gesunde Snacks gegen Heisshungerattacken

Im Endspurt können die Gelüste nochmals zunehmen. Greifen Sie zu nährstoffreichen Alternativen statt zu leeren Kalorien. Rezepte und Ideen finden Sie hier.

FAQ – 36. Schwangerschaftswoche

Wie gross ist das Baby in der 36. SSW?

Ihr Baby misst ca. 47–48 cm (Scheitel-Ferse-Länge) und wiegt rund 2,6–2,7 kg. Es ist fertig entwickelt und nimmt weiterhin an Gewicht zu.

Was ist der B-Streptokokken-Test und wozu dient er?

Der Test prüft, ob B-Streptokokken im Vaginalbereich vorhanden sind. Diese Bakterien können während der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und schwere Infektionen verursachen. Bei positivem Befund werden unter der Geburt Antibiotika verabreicht, was das Risiko deutlich senkt.

Woran erkenne ich, dass die Geburt bald beginnt?

Typische Zeichen sind Bauchsenkung, Abgang des Schleimpfropfs, veränderte Kindsbewegungen und Senkwehen. Keines davon bestimmt den genauen Zeitpunkt. Bei regelmässigen Wehen oder Blasensprung bitte sofort das Spital kontaktieren.

Was ist bei der äusseren Wendung zu beachten?

Die äussere Wendung wird von der Ärztin oder dem Arzt durchgeführt und nur dort, wo im Notfall ein Kaiserschnitt sofort möglich ist. Sie werden über die Risiken aufgeklärt und entscheiden gemeinsam. Der Eingriff ist nicht immer erfolgreich.

Wann muss ich ins Spital?

Bei regelmässigen Wehen alle fünf bis sieben Minuten, die über 20 Sekunden andauern, bei Blasensprung auch ohne Wehen, oder wenn Sie sich unsicher fühlen. Im Zweifelsfall immer anrufen.

Auf dem Bild ist ein Stethoskop als Sinnbild für die Krankenkassenlösung PRO LIFE zu sehen.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind

Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.