10. September 2026
Geschäftsbericht PRO LIFE 2025
Solidarität, die wirkt. Werte, die tragen.
2025 war für PRO LIFE ein Jahr wichtiger Veränderungen. Der Geschäftsbericht zeigt, wie wir unser Solidaritätsmodell weiterentwickelt, die wirtschaftliche Basis stabilisiert und neue Akzente für den Schutz des menschlichen Lebens gesetzt haben. Sie erfahren, was Ihre Mitgliedschaft bewirkt hat und wie wir Unterstützung für alle Generationen sichern.
Das Jahr auf einen Blick
(01.01.2025 zu 01.01.2026)
Liebe Mitglieder
2025 war für PRO LIFE ein Jahr wichtiger Veränderungen. Wir haben unser Solidaritätsmodell weiterentwickelt, die wirtschaftliche Basis schrittweise stabilisiert und neue Akzente für den Schutz des menschlichen Lebens gesetzt.
Im Mittelpunkt stand eine Frage: Wie können wir Familien mit Kindern weiterhin spürbar entlasten und zugleich dafür sorgen, dass unsere Solidargemeinschaft auch für Erwachsene, ältere Mitglieder und kommende Generationen tragfähig bleibt?
Gerade bei den freiwilligen Beiträgen an Zahnbehandlungen und Zahnstellungskorrekturen zeigte sich 2025 nochmals deutlich, wie gross der Bedarf geworden ist. Zugleich blieb das operative Geschäft noch leicht defizitär. Deshalb hat PRO LIFE im Herbst 2025 eine Neuausrichtung des Mitgliedschaftsmodells beschlossen, die seit 2026 gilt.
Dieser Rückblick zeigt, was Ihre Mitgliedschaft 2025 bewirkt hat, wie sich unsere Gemeinschaft entwickelt und weshalb wir heute Verantwortung für die Mitglieder von morgen übernehmen.
Mehr Einordnung zum «Jahr auf einen Blick»
Der Mitgliederbestand blieb insgesamt relativ stabil. Als Trendindikator vergleichen wir Januar 2025 mit Januar 2026: 1’230 Personen waren neu erfasst, 2’448 nicht mehr im Bestand; daraus ergibt sich ein Nettoeffekt von –1’218 Personen beziehungsweise –2,0 %.
Gleichzeitig zeigt der Bestand, wofür PRO LIFE steht: Unsere Gemeinschaft verbindet Generationen. Kinder und Jugendliche machen einen grossen Teil des Bestands aus, aber auch Erwachsene und ältere Mitglieder gehören selbstverständlich dazu. Genau diese Verbindung wollen wir für die Zukunft erhalten.
Unterstützung, die bei Menschen ankommt
PRO LIFE unterstützte seine Mitglieder 2025 in verschiedenen Lebenssituationen. Es wurden CHF 3,79 Millionen für freiwillige Beiträge und weitere zugehörige Positionen verbucht. Neben Zahnbehandlungen zählen dazu Geburtengelder, Beiträge für kinderreiche Familien, individuelle Unterstützungen sowie besondere Vergünstigungen für Freizeit und Alltag. Die breite Ausrichtung ist uns wichtig: Solidarität soll Menschen in verschiedenen Lebensphasen zugutekommen.
Die Beträge stammen aus der detaillierten Abrechnung; die veröffentlichte Jahresrechnung fasst diese unter «Freiwillige Beiträge an Mitglieder» zusammen.
Beratungs-Hotline für ungeplante Schwangerschaft
Die mit PRO LIFE verbundene Beratungshotline Schwanger-Hilfe verzeichnete 2025 insgesamt 64 konkrete Beratungsanfragen. Im Mittelpunkt standen ungeplante Schwangerschaften, Notlagen, rechtliche Fragen und konkrete praktische Hilfe. Gerade hier zeigt sich: Lebensschutz bleibt glaubwürdig, wenn er zuhört, begleitet und entlastet.
Herzensspende
Die Herzensspende hilft dort, wo das Leben besonders schwierig wird. Dabei steht nicht die Zahl der Fälle im Vordergrund, sondern die konkrete Entlastung: etwa bei Gesundheits- und Therapiekosten, bei Zahnarztrechnungen, bei Prämien und Versicherungsfragen, bei akuten Engpässen im Lebensunterhalt oder bei vorübergehender Entlastung im Familienalltag.
Warum sich das Modell verändern musste
PRO LIFE ist keine auf einzelne Altersgruppen ausgerichtete Beitragsgemeinschaft. Wir helfen Familien mit Kindern, berücksichtigen aber auch Erwachsene und ältere Mitglieder. Zum Modell gehören freiwillige Beiträge an Zahnbehandlungen ebenso wie Geburtengelder, Entlastung kinderreicher Familien, Hilfe in Härtefällen und Freizeitvergünstigungen. Damit diese vielfältigen Angebote bestehen bleiben, brauchte es 2025 eine Neuausrichtung.
Deshalb beschloss der Zentralvorstand im Herbst 2025 eine Neuausrichtung, die seit 2026 gilt. Einige Familien erhalten seither weniger Beiträge an kieferorthopädische Behandlungen (Zahnstellungskorrekturen). Dieser Schritt ist für Betroffene spürbar. Er dient jedoch einem grösseren Ziel: die Unterstützung generationenübergreifend abzusichern und neue Möglichkeiten auch für Erwachsene ab 21 Jahren zu schaffen.
Lebensschutz gesellschaftlich und konkret
Zum Vereinszweck von PRO LIFE gehört nicht nur die Unterstützung von Mitgliedern, sondern auch der gesellschaftliche Einsatz für den Schutz menschlichen Lebens. 2025 geschah dies unter anderem durch Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit, durch Austausch mit Fachpersonen und durch die Mitwirkung an öffentlichen Anliegen, etwa im Zusammenhang mit der Petition «Keine Gratis-Abtreibungen». Ergänzend wurde Bildungsarbeit für junge Menschen zu ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen aufgebaut.
Stabilisierung statt Selbstzufriedenheit
Die finanzielle Entwicklung hat sich 2025 verbessert, auch wenn das operative Geschäft noch leicht defizitär blieb. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei rund minus CHF 97’400. Positiver Finanzerfolg und ausserordentliche Erträge führten insgesamt zu einem Jahresergebnis von plus CHF 311’097. Entscheidend ist für PRO LIFE jedoch weniger der ausgewiesene Jahresgewinn als die schrittweise Stabilisierung und der Wiederaufbau des Eigenkapitals. Dieses erhöhte sich auf CHF 1,27 Millionen.
Die Weiterentwicklung des Mitgliedschaftsmodells sichert nicht nur Zahnbeiträge: Sie soll auch Geburtengelder, den Grossfamilienbeitrag, individuelle Hilfe und weitere Vergünstigungen langfristig ermöglichen. So verteilen wir Unterstützung verantwortungsvoll auf unterschiedliche Bedürfnisse und Generationen.
| Mitgliederbeiträge | CHF 4.60 Mio. |
|---|---|
| Freiwillige Beiträge und weitere Erlösminderungen | CHF 3.79 Mio. |
| EBIT | −CHF 97’400 |
| Jahresergebnis | CHF 311’097 |
| Eigenkapital per 31.12.2025 | CHF 1.27 Mio. |
Was Ihre Mitgliedschaft weiterhin möglich macht
Familien stärken
Beiträge und Hilfe in Lebensphasen, in denen hohe Kosten besonders belasten.
Leben schützen
Beratung, Begleitung und gesellschaftliches Engagement für den Schutz menschlichen Lebens.
Zukunft sichern
Verantwortungsvoll mit den Mitteln umgehen, damit Solidarität auch morgen möglich bleibt.
Zentralvorstand und Beirat
Den Zentralvorstand bilden Christian Schmid (Präsident), Alessandra Giovanna Lucia Zumthor Bernasconi, Andrea Martina Geissbühler, Daniel Amstad (Präsident des Finanz- und Kontrollausschusses) sowie Thomas F. Seitz. Marc Jost und Björn Eisele wechselten vom Zentralvorstand in den Beirat von PRO LIFE. Wir danken ihnen für ihre bisherige Verantwortung und freuen uns, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterhin einbringen.
In Erinnerung an Dr. Gerd J. Weisensee
Am 22. Juli 2025 verstarb Dr. Gerd J. Weisensee, Hauptgründer von PRO LIFE. Mit seiner Überzeugung und seinem langjährigen Einsatz hat er das Fundament unserer Gemeinschaft wesentlich geprägt. Wir bewahren sein Wirken in dankbarer Erinnerung und führen den Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens in seinem Sinne weiter.
Herzlichen Dank für Ihre Verbundenheit. PRO LIFE bleibt eine Gemeinschaft, die Familien, Erwachsene und ältere Mitglieder nicht gegeneinander ausspielt, sondern Verantwortung füreinander übernimmt.
Zentralvorstand PRO LIFE
