Symbolbild zur PRO LIFE Urabstimmung 2025 – Ihre Stimme für Solidarität und gemeinsame Werte.

Geschäftsjahr 2024

Der Zentralvorstand fasst den Beschluss, die nachfolgenden Geschäfte in die Urabstimmung zu geben. Er empfiehlt Zustimmung zu den Sachgeschäften (Traktanden 1 bis 3) und Unterstützung der Wahlvorschläge (Traktanden 4 bis 6).

Als Wahlbüro hat der Zentralvorstand folgende Person gewählt:

lic. Iur. Rechtsanwalt und Notar Markus Schultz, Advokatur 107 in St. Gallen

RA und Notar Markus Schultz erklärte gegenüber dem Zentralvorstand Annahme der Wahl. Die Stimmabgabefrist läuft bis 6. Februar 2026 (Datum Poststempel massgebend).

Wenn innerhalb einer Familie mehr stimmberechtigte Mitglieder sind als hier vorgesehen, kann ein weiteres Formular unter folgender Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse bestellt werden: Tel.: 031 380 17 80, E-Mail: info@prolife.ch

Traktanden

1. Abnahme des Geschäftsberichts 2024

2. Abnahme der Jahresrechnung 2024

3. Entlastung des Zentralvorstands für das Vereins- und Geschäftsjahr 2024

6. Neuwahl der Revisionsstelle: Blaser Treuhand AG in Bern/Köniz

Stimmen Sie jetzt ab!

Scannen Sie den QR-Code, welchen Sie auf dem Anschreiben der Mitgliedzeitung 2/2025 erhalten haben mit Ihrem Smartphone ein und geben Sie Ihre Stimme ab.

Bei der brieflichen Abstimmung senden Sie Ihren ausgefüllten Abstimmungsbogen an folgende Adresse:

Advokatur 107
RA Markus Schultz
Rorschacher Strasse 107
9000 St. Gallen

Bericht zum Geschäftsjahr 2024

Das Geschäftsjahr 2024 war für PRO LIFE von besonderer Bedeutung. Es war geprägt von grossen Herausforderungen, wichtigen Entscheidungen und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir unseren Auftrag auch in Zukunft verantwortungsvoll und nachhaltig erfüllen können.

Das Diagramm zeigt die prozentuale Verteilung der freiwilligen Beiträge von PRO LIFE. Der grösste Anteil beträgt 49 %, gefolgt von 29 % und 14 %. Kleinere Kategorien liegen zwischen 1 % und 5 %. Die Darstellung erfolgt als 3D-Donutdiagramm mit farblich klar getrennten Segmenten.

Prozentverteilung der Beiträge

49% Zahnstellungskorrekturen
29% übrige Zahnarztkosten
14% Mehrwerte Familienaktivitäten
5% Geburten- und Adoptionsgeschenke
2% Härtefälle und Grossfamilienrabatte
1% Weiterempfehlungsprämien

Im Zentrum unseres Wirkens standen auch 2024 die Familien, Eltern, Kinder und Einzelpersonen, die in belastenden Lebenssituationen auf Unterstützung angewiesen waren. Die freiwilligen Zuschüsse an unsere Mitglieder beliefen sich im Berichtsjahr auf über 3,6 Millionen Franken.

Das Balkendiagramm stellt die Anzahl der Zahnarztrechnungen im Jahr 2024 nach Alterskategorien dar. Die meisten Abrechnungen fallen in die Altersgruppe 11–15 Jahre (rund 14’000 Fälle), gefolgt von 16–20 Jahren (ca. 5’000 Fälle) und 7–10 Jahren (ca. 4’000 Fälle). Die Altersgruppen 0–6 Jahre und 21+ Jahre weisen deutlich weniger Abrechnungen auf.

Dieser Betrag stellt nicht nur einen finanziellen Höchstwert dar, sondern ist vor allem Ausdruck gelebter Solidarität.

Hinter jedem Zuschuss – sei es für Zahnbehandlungen von Kindern, Geldgeschenke zur Geburt, Grossfamilienrabatte oder andere finanzielle Beiträge – steht ein konkretes Schicksal, eine spürbare Entlastung im Alltag und oftmals ein Moment der Erleichterung.

Um diese Unterstützung in den vergangenen Jahren ohne Kürzungen aufrechterhalten zu können, wurden bewusst über drei Millionen Franken aus dem Eigenkapital eingesetzt. Diese Reserven haben inzwischen ihre Grenze erreicht und machten eine vorausschauende Neuausrichtung des Mitgliedschaftsmodells notwendig.

Das Kreisdiagramm zeigt die prozentuale Aufteilung der Zahnzuschüsse im Jahr 2024. 62.7 % entfallen auf Zahnstellungskorrekturen, während 37.3 % für konservierende Zahnbehandlungen verwendet wurden.

Der Jahresabschluss zeigte deutlich, dass das bisherige Modell an seine finanziellen Grenzen gestossen ist.

Der Zentralvorstand fasste deshalb den Beschluss, unsere Solidarität nicht zu schwächen, sondern sie langfristig zu sichern und gerechter über alle Generationen hinweg auszurichten.

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der abgerechneten Zahnfälle im Jahr 2024. Zahnstellungskorrekturen machen mit rund 16’000 Fällen den grössten Anteil aus, während konservierende Zahnbehandlungen mit etwa 7’000 Fällen deutlich weniger häufig vorkommen.

Neben der Weiterentwicklung des Mitgliedschaftsmodells war das Geschäftsjahr 2024 auch organisatorisch richtungsweisend. Neue regulatorische Vorgaben machten eine grundlegende Neustrukturierung erforderlich.

Die Vorgaben der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA im Bereich der Kollektivverträge verlangen eine klare Trennung zwischen Kollektivvertragspartnern und Versicherungsvermittlern. Diese regulatorische Entwicklung machte es notwendig, Aufgaben und Rollen innerhalb des bisherigen Modells neu zu ordnen. Vor diesem Hintergrund hat der Verein PRO LIFE seine bisherige Vermittlungstätigkeit auf die PRO VITA AG übertragen. Diese ist seither bei der FINMA als Versicherungsvermittlerin registriert. Der Kollektivvertrag mit Helsana verbleibt unverändert beim Verein PRO LIFE und beruht weiterhin auf unserem Mitgliederbestand.

Um die PRO LIFE unterstützenden kommerziellen Aktivitäten gesamtheitlich, rechtlich sauber und langfristig weiterführen zu können, wurde – rechtlich unabhängig vom Verein – die Holding-Stiftung PRO BONO gegründet. Der Stiftung ist die PRO VITA AG als Tochtergesellschaft angegliedert; PRO BONO ist deren alleinige Aktionärin. Der Verein PRO LIFE ist dabei keine Tochtergesellschaft, sondern eine dem Stiftungszweck nahestehende Organisation: finanziell verbunden, juristisch eigenständig und in seiner ideellen Ausrichtung unverändert autonom.

Zur effizienten Nutzung von Ressourcen stellt PRO LIFE der Stiftung PRO BONO und deren Tochtergesellschaften vorläufig zentrale Infrastrukturen und administrative Leistungen zur Verfügung, insbesondere in den Bereichen IT, Personal, Buchhaltung und Administration. Diese Leistungen werden zu angemessenen Konditionen entschädigt und transparent verrechnet. Allfällige Gewinne der Tochtergesellschaften oder Erträge der Stiftung sollen auch künftig direkt oder indirekt den Bestrebungen von PRO LIFE zugutekommen und damit den Vereinszweck unterstützen.

Ein ebenso wichtiger Pfeiler unserer Arbeit ist unser Engagement im Bereich des Lebensschutzes. Über unsere Beratungshotline schwanger-hilfe.ch konnten wir auch im vergangenen Jahr Frauen und Paare bei ungeplanten oder konflikthaften Schwangerschaften begleiten. Diese Gespräche sind oft leise und nicht sichtbar, gehören jedoch zum Kern unseres Auftrags.

Die angespannte wirtschaftliche Lage führte im Berichtsjahr zudem dazu, dass mehr Mitglieder auf Unterstützung durch die Herzensspende angewiesen waren.

Kreisdiagramm mit der prozentualen Verteilung der Unterstützung durch die Herzensspende. 62 % entfallen auf Lebensunterhaltskosten, 18 % auf Entlastung im Haushalt und bei Kindern, 12 % auf Zahnarztrechnungen für Erwachsene und 8 % auf Arzt- und Therapierechnungen.

Hilfe der Herzensspende nach Themen

8% Arzt-/Therapierechnungen

18% Entlastung Haushalt/Kinder

12% Zahnarztrechnungen Erwachsene

62% Lebensunterhaltskosten

Besonders betroffen waren Alleinerziehende sowie Familien.

Balkendiagramm mit der prozentualen Verteilung der Unterstützung nach Personengruppen. 54 % für Familien, 28 % für Alleinerziehende, 16 % für Singles und 2 % für Ehepaare.

Hilfe der Herzensspende nach Personengruppen

54% Familien

28% Alleinerziehende

16% Singles

2% Ehepaare

Trotz rückläufiger Spendeneinnahmen bleibt die Solidarität von Mitgliedern für Mitglieder in Not eindrücklich.

Abschliessend halten wir fest: 2024 war kein einfaches Jahr. Es war jedoch ein Jahr, in dem Verantwortung übernommen, Weichen gestellt und Entscheidungen im Sinne der Zukunft getroffen wurden.

Der Zentralvorstand PRO LIFE


Business-Porträt in weissem Hemd vor hellem Hintergrund, mit verschränkten Armen.

Wiederwahl Alessandra Zumthor

Mein Name ist Alessandra Zumthor: Ich stamme aus einer Familie mit Basler Wurzeln und arbeite heute als Journalistin in Lugano. Nach 15 Jahren bei der SRG SSR im Tessin war ich drei Jahre lang Chefredakteurin der letzten katholischen Tageszeitung der Schweiz, dem «Giornale del Popolo», und arbeite heute in der PR-Kommunikation im musikalischen Bereich. Ich bin seit 16 Jahren mit Patrick verheiratet und wir leben mit unseren beiden Kindern in Lugano. Politisch engagiere ich mich für die Mitte, auf Gemeindeebene.

Ich bin auch Mitglied des Stiftungsrats der «Fondazione Vanoni», die sich um die Betreuung und Unterbringung von Minderjährigen in schwierigen Situationen im Kanton Tessin, insbesondere in der Region Lugano, kümmert. 

Ich bin der Überzeugung, dass jede Frau und jedes Paar, die sich in einer schwierigen Situation befinden, unter voller Achtung der persönlichen Freiheit das Recht auf wirklich freie Entscheidungen haben. Das heisst, sie sollen jederzeit Zugang zu echter Hilfe haben, sodass niemand dazu gezwungen wird, eine Entscheidung zu treffen, die nicht ihrer tiefsten Überzeugung entspricht. Ich freue mich sehr, dass ich bei PRO LIFE mitwirken kann und im Besonderen auch die italienischsprachige Region vertreten darf.


Business-Porträt im dunklen Anzug mit hellblauer Krawatte vor neutralem Hintergrund.

Wiederwahl Thomas Seitz

Seit 32 Jahren engagiere ich mich mit Überzeugung für PRO LIFE. In dieser Zeit durfte ich den Verein über mehrere Jahre auch als Präsident mitgestalten. Heute bringe ich meine Erfahrung als Delegierter mit besonderen Aufgaben sowie als Mitglied des Finanz- und Kontrollausschusses ein. Die Werte und die Geschichte von PRO LIFE liegen mir am Herzen, und dieses gewachsene Wissen stelle ich weiterhin gerne in den Dienst unseres Vereins. Für das entgegengebrachte Vertrauen danke ich Ihnen herzlich.