Wenn die Krankheit alles verändert – und der Alltag trotzdem weitergehen muss
Eine Krebsdiagnose trifft nicht nur die erkrankte Person – sie verändert das Leben der ganzen Familie. Auch Angehörige tragen mit – Sorgen, Verantwortung und die eigenen Ängste. Dabei stossen sie selbst oft an ihre Grenzen. Es ist wichtig, diese Grenzen wahrzunehmen und sich Unterstützung zu holen. «Herzensspende» kann helfen.
Angehörige tragen mit – und kommen selbst an ihre Grenzen
Wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt, dreht sich in erster Linie alles um die Behandlung und darum, für die erkrankte Person da zu sein. Doch gleichzeitig muss der Alltag weitergehen. Die Partnerin oder der Partner kümmert sich um die Kinder, kauft ein, organisiert Termine, fährt ins Spital, hört zu, tröstet und versucht bei alldem, mit der eigenen Angst und den Sorgen umzugehen. Für Kinder ist die Situation ebenfalls belastend. Sie brauchen Aufmerksamkeit und Sicherheit und sollten altersgerecht verstehen können, was in ihrer Familie gerade passiert.
Wenn für die eigenen Bedürfnisse kaum noch Platz bleibt
Bei der Sorge um die erkrankte Person geraten die eigenen Bedürfnisse leicht in den Hintergrund. So ging es auch der vierfachen Mutter, nach der Krebsdiagnose ihres Mannes. Ihr Alltag bestand nur noch aus Arztterminen, Fahrten ins Spital, Organisation der Kinderbetreuung und dem Nötigsten im Haushalt. Für sie selbst blieb keine Zeit mehr. Sie musste sogar ihre Teilzeitarbeit aufgeben. Sie erzählte der «Herzensspende»-Beraterin: «Ich habe das Gefühl, dass ich auf keinen Fall ausfallen darf. Ich muss dafür sorgen, dass alles weiterläuft.» Doch irgendwann merkte sie, dass es einfach nicht mehr ging. Spätestens als die Kinder anfingen, mit schwierigem Verhalten auf die belastende Situation zu reagieren wurde es ihr bewusst: So konnte es nicht mehr weitergehen.
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Wir bieten Mitgliedern ein offenes Ohr und kostenlose Beratung an. Sie erreichen uns zu den Bürozeiten telefonisch unter 0848 870 870 oder per Mail unter herzensspende@prolife.ch.
Angehörige unterstützen, um Freiräume zu schaffen
Die Familie erhielt Unterstützung von «Herzensspende» – unkompliziert und konkret. So übernahm jemand ein paar Stunden pro Woche die Kinderbetreuung und für eine gewisse Zeit war für die Reinigung gesorgt. Doch nicht nur die praktische Hilfe tat gut. Die junge Mutter war auch sehr dankbar, dass ihr jemand zuhörte und sie ernst nahm. All das bedeutete ihr viel, denn dadurch entstanden in ihrem Leben wieder kleine Freiräume, Momente, in denen sie durchatmen konnte. Im Rückblick sagt sie: «Diese Unterstützung hat mich durch eine Zeit getragen, in der ich selbst nicht mehr wusste, wie ich alles schaffen sollte.»
Das ist das zentrale Anliegen von «Herzensspende»: Menschen in Notsituationen zu entlasten und ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind.
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