Eine hochschwangere Frau liegt unruhig im Bett, die Hände an den Kopf gelegt – typische Schlafprobleme in der Spätschwangerschaft.

Die letzte Woche des achten Monats: Ihr Baby ist weit entwickelt und reift weiter aus. Es konzentriert sich nun auf Wachstum und den Aufbau von Fettreserven.

Es schläft bis zu 20 Stunden täglich. Forscher konnten ab der 32. SSW in den Schlafphasen von Babys Verhaltensmuster nachweisen, die der menschlichen REM-Phase ähneln. Wovon Ihr Kind träumt, bleibt sein Geheimnis.

Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

Der Bauch wächst unaufhörlich und eine wirklich bequeme Schlafposition zu finden wird zunehmend schwieriger. Ein Stillkissen ist dabei eine grosse Hilfe: Es stützt Bauch und Rücken zugleich und ist nach der Geburt beim Stillen weiterhin nützlich. Wer kein Stillkissen anschaffen möchte, kann auch ein zwischen die Beine geklemmtes Kissen oder im Sommer das nicht benötigte Duvet verwenden.

Vier Tipps gegen Schlafstörungen:

  • Ein Glas warme Milch mit Honig vor dem Einschlafen.

  • Schlafzimmertemperatur auf 16–18 Grad halten.

  • Abends nur leichte Kost und ab 18 Uhr weniger trinken.

  • Eine Partnermassage mit beruhigendem Lavendelöl oder Orangenblütenöl fördert die Entspannung.

Kindslage in der 32. SSW

Rund 90% der Babys haben sich in der 32. SSW bereits in die Schädellage gedreht, also mit dem Kopf nach unten. Das ist die optimale Position für eine natürliche Geburt. Eine endgültige Festlegung erfolgt aber erst in den letzten Wochen, Drehungen sind bis zur 36. SSW noch möglich.

Liegt Ihr Baby noch in Beckenendlage, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme. Es gibt gezielte Übungen, die eine Drehung begünstigen können, etwa bestimmte Knie-Ellenbogen-Positionen oder Akupunktur. Bleibt das Baby bis zur 36. SSW in der Beckenendlage, wird mit der Ärztin oder dem Arzt das weitere Vorgehen besprochen, zum Beispiel eine äussere Wendung.

Ihr Baby in der 32. Schwangerschaftswoche

Grösse: ca. 42–43 cm (Scheitel-Ferse-Länge, SFL). Vergleichbar mit einer Honigmelone
Gewicht: ca. 1,7–1,8 kg
Kopfdurchmesser: ca. 78–89 mm
Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute
Entwicklung:
Die Organentwicklung ist weitgehend abgeschlossen, nun geht es um den Feinschliff. Die Lunge produziert weiterhin Surfactant, eine Substanz, die verhindert, dass die Lungenbläschen zusammenfallen. Muskeln und Fettpolster wachsen und nehmen kontinuierlich an Gewicht zu. Die Bewegungen werden langsamer und gemächlicher, da der Platz zunehmend enger wird. Manchmal ist von aussen eine Ferse, ein Ellenbogen oder ein Knie durch die Bauchdecke zu sehen.

Dammschnitt und Dammriss vorbeugen

Verhindern lässt sich ein Dammschnitt nicht immer, aber einige Frauen empfinden Dampfbäder als angenehm. Dazu eine Handvoll Heublumen, Lindenblüten oder Himbeerblätter in kochendes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen und den leicht ausgekühlten Sud in die Toilette stellen. 20 Minuten einwirken lassen.

Achtung: Gefäss nicht berühren und den aufsteigenden Dampf auf angenehme Temperatur prüfen.

Zwei Einkaufstaschen mit Umstandswäsche werden einer schwangeren Kundin überreicht – bequeme BHs und Slips sorgen für Wohlbefinden.

Passende Unterwäsche und BH für Schwangere

Zu kleine Kleidungsstücke sind in dieser Phase besonders unangenehm. Bei der Neuanschaffung des BHs lohnt es sich, gleich ein Stillmodell zu wählen und sich mit der Handhabung vertraut zu machen.

Beim Slip lieber eine oder zwei Nummern grösser wählen oder auf bequeme Boxershorts umsteigen. Der Bauch wird in den kommenden Wochen noch zunehmen und sich kurz vor der Geburt senken. Tragekomfort geht vor Ästhetik.

Was Sie in der 32. SSW spüren können

Viele Frauen bemerken in dieser Woche, dass der Alltag spürbar anstrengender wird. Der Bauch ist gross genug, dass Aktivitäten wie Schuhebinden zur Herausforderung werden.

Kurzatmigkeit und Herzklopfen: Die Gebärmutter drückt auf Lunge und Zwerchfell. Besonders wenn das Baby mit den Füssen nach oben liegt und tritt, kann einem kurz die Luft wegbleiben. Etwas Ruhepause und eine aufrechte Haltung helfen.

Übungswehen: Die Gebärmutter trainiert weiterhin für den Ernstfall. Die Kontraktionen können mehrmals pro Stunde auftreten und sind normal, sofern sie schmerzlos und unregelmässig bleiben. Bei häufigeren oder schmerzhaften Wehen bitte ärztlichen Rat einholen.

Sodbrennen: Kleine, häufige Mahlzeiten und erhöhter Oberkörper beim Schlafen lindern die Beschwerden.

Müdigkeit: Der Körper arbeitet auf Hochtouren. Eisenwerte ärztlich kontrollieren lassen, falls die Erschöpfung sehr ausgeprägt ist.

Geburtsplan erstellen: Was gehört hinein?

Ein Geburtsplan ist keine bindende Vereinbarung, sondern eine persönliche Orientierungshilfe für das Geburtsteam. Er hilft, Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Geburt klar zu kommunizieren. Die 32. SSW ist ein guter Zeitpunkt, sich damit auseinanderzusetzen.


Mögliche Inhalte:

  • Gewünschte Geburtsposition und Schmerzmanagement (Periduralanästhesie, Badewanne, Lachgas)

  • Wer soll bei der Geburt dabei sein?

  • Wünsche zur Abnabelung: sofort oder verzögert?

  • Haut-zu-Haut-Kontakt direkt nach der Geburt

  • Stillen oder nicht: Wunsch, das Baby direkt anlegen zu können

  • Wünsche für den Fall eines Kaiserschnitts

Besprechen Sie den Geburtsplan mit Ihrer Hebamme oder Ärztin und geben Sie ihn beim Eintritt ins Spital ab.

Eine Beraterin erklärt einem werdenden Elternpaar die Möglichkeiten zur vorgeburtlichen Krankenkassenanmeldung – frühzeitige Information lohnt sich.

Vorgeburtliche Anmeldung Ihres Kindes bei der Krankenkasse

Langsam wird es Zeit, sich um den Versicherungsschutz Ihres Kindes zu kümmern. Bei den meisten Krankenkassen können Zusatzversicherungen nur vor der Geburt ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Handeln Sie jetzt, um keine Fristen zu verpassen.

FAQ – 32. Schwangerschaftswoche

Wie gross ist das Baby in der 32. SSW?

Ihr Baby misst ca. 42–43 cm (Scheitel-Ferse-Länge) und wiegt rund 1,7–1,8 kg. Es ist fast fertig entwickelt und nimmt in den verbleibenden Wochen vor allem an Gewicht zu, rund 200 g pro Woche.

Was ist ein Geburtsplan und wozu brauche ich ihn?

Ein Geburtsplan hält Ihre persönlichen Wünsche zur Geburt fest, etwa zu Schmerzmanagement, Geburtsposition, Abnabelung und Stillen. Er ist keine bindende Vereinbarung, hilft dem Geburtsteam aber, Ihre Vorstellungen zu kennen. Am besten jetzt erstellen und mit der Hebamme besprechen.

Was bedeutet es, wenn mein Baby noch in Beckenendlage liegt?

Bis zur 36. SSW ist eine Drehung noch möglich. Ihre Hebamme kennt Übungen, die dabei helfen können. Falls das Baby sich nicht dreht, wird eine äussere Wendung oder ein geplanter Kaiserschnitt besprochen.

Wann sollte ich mein Kind vorgeburtlich bei der Krankenkasse anmelden?

Am besten jetzt, spätestens in der 34.–36. SSW. Zusatzversicherungen lassen sich in der Regel nur vor der Geburt ohne Gesundheitsprüfung abschliessen.

Ist es normal, in der 32. SSW so kurzatmig zu sein?

Ja. Die wachsende Gebärmutter drückt die Lunge zusammen. Aufrechte Haltung und Ruhepausen helfen. Die Kurzatmigkeit bessert sich, sobald das Baby tiefer tritt, meist in den letzten Wochen vor der Geburt.

Auf dem Bild ist ein Stethoskop als Sinnbild für die Krankenkassenlösung PRO LIFE zu sehen.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind

Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.